Als Cybermobbing bezeichnet man Beleidigungen oder Belästigung per Internet, also über Emails, Instant Messanger oder Communities, aber auch durch unerwünschte SMS oder Anrufe. Manchmal weiß das Opfer nicht, wer sich hinter den Attacken verbirgt. Oft handelt es sich aber auch um Kassenkameraden oder andere Bekannte. Die Cybermobber finden es oft lustig, andere zum Spaß zu beleidigen, aber für die Betroffenen ist es furchtbar.
Wie kannst du dich vor Cybermobbing schützen?
Wichtig ist, dass du im Internet niemals deinen richtigen Namen oder deine Adresse nennst. Such dir einen Nickname, aus dem sich keine Rückschlüsse auf dich ziehen lassen, weder auf dein Alter, noch darauf, ob du ein Junge oder ein Mädchen bist.
Es gibt spezielle Foren für Kinder und Jugendliche, die moderiert werden. Das bedeutet, ein Erwachsener liest alle Beiträge mit und achtet darauf, dass niemand belästigt wird. Das ist eine gute Lösung, aber auch hier musst du dir bewusst sein, dass jeder deine Beiträge mitlesen und deine Fotos ansehen, kopieren und weiterveröffentlichen kann.
Internetforen sind nicht weniger öffentlich als die Tageszeitung. Das heißt: Bevor du etwas ins Internet schreibst oder Fotos zeigst, überlege dir gründlich, ob du es auch jedem erzählen würdest: deiner Lehrerin, deinen Klassenkameraden? Wenn die Antwort nein lautet – behalt es besser für dich.
Das gilt besonders für Communities wie etwa Facebook oder SchülerVZ, in denen man oft unter seinem wirklichen Namen auftritt und von jedem gefunden werden kann.
Beleidigungen und Belästigungen im Internet sind verboten und unter Umständen sogar strafbar. Auf jeden Fall solltest du dich an einen Erwachsenen wenden, dem du vertraust, und der dir helfen kann, die Mobber zu finden und zur Rede zu stellen.
Fair bleiben!
Schließlich: Mach dir auch selbst bewusst, dass am anderen Bildschirm eine wirkliche Person sitzt. Die Anonymität im Internet verführt schnell dazu, einen etwas rauheren Ton anzuschlagen, weil man nicht mitbekommt, wie es das Gegenüber trifft. Achte auf einen freundlichen Umgang.
Manchmal kommt man in die Versuchung, andere bloßzustellen, weil man gerade wütend auf sie ist. Tu das bitte niemals! Die Folgen sind unüberschaubar und einmal ins Internet gestellte Beleidigungen und Fotos kannst du niemals zurücknehmen!